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VSME-Checkliste: Was Sie vor dem Start sammeln sollten

Eine praktische Checkliste der Rechnungen, Lohnübersichten und Aufzeichnungen, die ein kleines Unternehmen für einen Bericht nach dem Basismodul des Freiwilligen Standards (VS, ehemals VSME) braucht, gegliedert nach Datenquelle.

Zuletzt aktualisiert: 2026-10-13 · 2 Min. Lesezeit

Der größte Teil eines Berichts nach dem Freiwilligen Standard (VS, ehemals VSME) stammt aus Unterlagen, die Ihr Unternehmen bereits aufbewahrt. Sammeln Sie diese zuerst für den gesamten Berichtszeitraum, dann ist das Ausfüllen des Berichts schnell erledigt. Bewahren Sie dieselben Unterlagen auch danach gemeinsam auf: Kunden und Banken fragen unter Umständen nach, wie eine Zahl ermittelt wurde.

Aus der Buchhaltung

  • [ ] Jahresabschluss: Umsatz und Bilanzsumme (B1)
  • [ ] Registerangaben: Rechtsform und NACE-Code(s) (B1)
  • [ ] Liste der Tochterunternehmen, wenn Sie auf konsolidierter Basis berichten (B1)
  • [ ] Adressen der wesentlichen Standorte und Vermögenswerte (B1)

Aus Energie- und Kraftstoffrechnungen (B3)

  • [ ] 12 monatliche Stromrechnungen, in kWh
  • [ ] Erdgasrechnungen, in kWh
  • [ ] Rechnungen für Fernwärme oder Dampf, wenn Sie Wärme zukaufen, und der Emissionsfaktor des Versorgers, falls er einen veröffentlicht
  • [ ] Tankkartenabrechnungen oder Belege für Diesel, Benzin und Flüssiggas (LPG), in Litern
  • [ ] Der nationale Netz-Emissionsfaktor für Strom (g CO2e/kWh) aus einer öffentlichen Quelle

Der Leitfaden zu B3 zeigt, wie daraus MWh und Tonnen CO2e werden.

Aus Umweltunterlagen (B4–B7)

  • [ ] Berichte im Rahmen der Umweltgenehmigung oder Aufzeichnungen des Umweltmanagementsystems, nur wenn Sie bereits Schadstoffemissionen melden (B4)
  • [ ] Lage der Standorte, um sie mit biodiversitätssensiblen Gebieten wie Natura-2000-Gebieten abzugleichen (B5)
  • [ ] Wasserrechnungen oder Zählerstände, in m³ (B6)
  • [ ] Rechnungen oder Jahresübersicht Ihres Entsorgers: gefährliche und nicht gefährliche Abfälle in Tonnen sowie der recycelte oder wiederverwendete Anteil (B7)

Unternehmen mit höchstens 10 Beschäftigten können B3, B6 und B7 als freiwillig behandeln.

Aus Lohnabrechnung und Personalwesen (B8–B10)

  • [ ] Personenzahl oder Vollzeitäquivalente, aufgeschlüsselt nach unbefristeten und befristeten Verträgen und nach Geschlecht (B8)
  • [ ] Beschäftigte je Land, wenn Sie in mehr als einem Land beschäftigen (B8)
  • [ ] Verzeichnis der Arbeitsunfälle: Todesfälle und Unfälle mit mehr als drei Tagen Ausfallzeit (B9)
  • [ ] Geleistete Arbeitsstunden insgesamt aller Beschäftigten im Jahr, für die Unfallquote (B9)
  • [ ] Bestätigung, dass alle Beschäftigten mindestens den geltenden Mindestlohn erhalten (B10)
  • [ ] Bruttostundenverdienst nach Geschlecht, nur wenn Sie gesetzlich bereits zur Angabe eines geschlechtsspezifischen Entgeltgefälles verpflichtet sind (B10)
  • [ ] Anteil der Beschäftigten, die unter einen Tarifvertrag fallen (B10)
  • [ ] Im Jahr durchgeführte Schulungsstunden, einschließlich Pflichtschulungen zur Arbeitssicherheit (B10)

Von der Geschäftsleitung und aus rechtlichen Unterlagen

  • [ ] Alle schriftlichen und genehmigten Richtlinien (Umwelt, Arbeits- und Gesundheitsschutz, Verhaltenskodex usw.), für B2
  • [ ] Etwaige Verurteilungen oder Geldbußen wegen Korruption oder Bestechung im Berichtszeitraum, normalerweise keine (B11)

Nächster Schritt

Wenn Sie diese Unterlagen vor sich haben, übernimmt der kostenlose VS-Berichtsgenerator die Berechnungen und druckt den Bericht. Zur Struktur des fertigen Berichts siehe die VSME-Vorlage.

Quelle: Delegierte Verordnung (EU) 2026/1560 der Kommission, Basismodul B1–B11. Allgemeine Informationen, keine Rechtsberatung.